Impressum

08.02.15

Wochenende 7./8. Februar in Bildern

Wir hatten ein schönes Wochenende, niemand ist krank und wir haben uns schön ausgeruht. Das heisst, bis auf das Ende...Die grosse Maus hat uns das Auto vollgek.....aber dazu später.
Am Freitagabend gab es wieder Raclette (ohne Foto, war schnell weggegessen)
und Rotwein Côte du Rhone für uns Erwachsenen, was dazu führte, dass der Papa gegen 21:30 Uhr vor unserer Serie "Elementary" auf dem Sofa fast einschlief und sich entschloss, ins Bett zu gehen.
Kaum ist er weg, schlafe ich auch ein...

Samstag Morgen geht es zeitig los, der kleine Spatz ist 6:15 Uhr munter, der Papa steht auf, um zu bügeln (ja, so etwas gibt es wirklich!) und der kleine Spatz kommt zum Kuscheln und Rumalbern zu Mama ins Bett. Der kleine Mann will sich dann gegen 6:45 Uhr anziehen, das machen wir und kuscheln dann noch auf dem Sofa weiter bis 7:30 Uhr.

Da wird die grosse Maus auch wach. Es wird Zeit, das Frühstück vorzubereiten, 
es gibt Obstsalat und mit Apfelstückchen und Rosinen gefüllte Pancakes. 

 

 Das Samstagvormittagprogramm verläuft klassisch: Wohnungsputz für Mama und Einkaufstour für Papa. Zwischenzeitlich wird der Wasserball aufgeblasen: wir hoffen schon auf den kommenden Frühling und vor allem Sommer!
 Zum Mittagessen gibt es Reis mit Gemüse, Meeresfrüchten und Kürbiskernen.
 Als ich die grosse Maus zum Schwimmen bringe, ist das Wetter sehr schön. Die Sonne scheint, aber es ist kalt. Deshalb fahren wir dann doch nach dem Rollerbladen gleich nach Hause und gehen nicht noch Fussball spielen.
 Oma und Opa werden über Skype angerufen und danach kommt die Patentante vom kleinen Spatz mit nachträglichen Weihnachtsgeschenken vorbei: Das "Colorino", ein Klassiker von Ravensburger für den kleinen Mann und ein Bastelset für brasilianische Armbänder für die grosse Maus.




 Zum Abendessen gibt es Gemüsesuppe, wo ein wieder in die Mode gekommenes Gemüse drin ist: Topinambur (siehe Foto).
 Am Sonntagmorgen stehen Papa und der kleine Mann gegen halb 7 auf, ich und die grosse Maus halb 8. Es gibt Obstsalat und Rührei.
 Wir spielen Memory und basteln besagte brasilianische Armbänder. So vergeht der Vormittag gemütlich.


 Zum Mittagessen gibt es Bratkartoffeln und eine Rotkraut-Würstchen-Mischung. Ich bin jetzt nicht sooo begeistert, aber den Kiddies gefällt es. Was will man mehr.

 Nach dem Mittagessen und einer kurzen Trickfilm-Session breche ich mit den Kids zu den Grosseltern auf, die in Margaux im Médoc wohnen, das ist 30 Minuten Fahrt von uns entfernt.
Der Papa kommt nicht mit, er sieht seine Eltern schon seit längerer Zeit nicht mehr. Das ist eine lange und komplizierte Geschichte.

 Das Wetter sieht besser aus, als es ist, denn es ist kalt und windig.




 Bei den Grosseltern gibt es schon Pfingstrosen....


 ....und Primeln....

...und Lilien.
Der Abendhimmel auf der Heimfahrt gegen 18 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt bin ich noch gut gelaunt. Ca. 15 Minuten später übergibt sich die grosse Maus im Auto, ich nehme eine Grobreinigung vor, wir fahren weiter. Ich muss das Fenster öffnen, die Luft ist eisig. Ich rufe Papa schon mal an...der freut sich dann natürlich riesig und als wir in unsere Tiefgarage einfahren, steht er schon mit Eimer etc. bereit. Die gesamte Reinigung wird ca. 1 1/2 Stunden dauern. Die grosse Maus lässt es glücklicherweise dabei bewenden und wir fragen uns einmal mehr, was die Grosseltern denn immer ins Essen machen, damit unseren Kindern und mir (ich kam einmal in den Genuss schlechter Austern, das ist tödlich!) so schlecht wird. Ist schon komisch: wenn eines der Kinder bricht, dann immer auf dem Rückweg von den Grosseltern. Darüber sinnierend, lese ich jetzt noch andere Wochenendgeschichten. Wollt Ihr auch? Hier entlang bei Susanne von geborgen wachsen. Bisous, Eure Katinka









05.02.15

Lieblingstweets Woche 06/2015

04.02.15

Ein Mama-Zeugnis für die Kids

Also, berlinmittemom hat damit angefangen und jetzt lese ich stadtlandmama , wie sie ihren Kiddies ein Zeugnis ausstellt. Das will ich auch. Irgendwie finde ich das wichtig und toll.
Also:


Was Deine Noten nicht sagen

Für meine grosse Maus:
Vor-und Nachname:  ******                           Alter: 7 Jahre alt
Geboren am: 9. Januar 2008                             in: Nizza/Frankreich

Was die Lehrer nicht über Dich wissen:
-         Du bist sehr kreativ und phantasievoll, das ist in der Schule leider nicht gefragt.

Ich platze vor Stolz, wenn ich sehe:
-         Wie Du zum ersten mal allein als unaccompanied minor mit der Lufthansa nach Deutschland geflogen bist und dass, ohne mit der Wimper zu zucken!
-         wie schnell Du schwimmen gelernt hast und Dich immer weiter verbesserst,
-         wie gut Du nun schon rollerbladest;
-         wie gut Du nun schon seit Jahren Fahrrad fährst;
-         wie intelligent Du bist und sooo schnell lernst: und das in französisch und deutsch fast parallel!
-         Wie Du Dich immer besser gegen Deinen kleinen Bruder durchsetzen kannst.

Darüber ärgere ich mich:
-         Deine Langsamkeit und Verträumtheit jeden Morgen, wenn es darum geht, sich zu beeilen!
-         Dass Du Dich manchmal leicht entmutigen lässt und alles hinschmeissen willst!
-         Dass Du Deinen Bruder zu Dummheiten anstiftest!

So würde ich Dich mit wenigen Worten beschreiben, wenn mich jemand fragt:
-         Du liebst es zu singen und zu albern, was das Zeug hält!
-         Du bist so phantasievoll und ständig dabei, etwas zu malen, zu basteln, zu werkeln, zu schaffen;
-         Du bist einfühlungsvoll und offen für andere, hilfsbereit, selbstlos und unvoreingenommen gegenüber anderen.

Die Welt wäre soviel ärmer ohne Dich, weil:
-         Dein sonniges Gemüt einfach fehlen würde.


Ich bin so stolz auf Dich.

Deine Mama                                                                            Datum: 04. Februar 2015


Für meinen kleinen Spatz:
Vor-und Nachname: ******                        Alter: 2 3/4 Jahre alt
Geboren am: 23.April 2012                          in: Eysines/Frankreich

Was die Erzieher nicht über Dich wissen:
-         wie anhänglich und liebevoll Du mit mir, Papa und Deiner Schwester sein kannst.

Ich platze vor Stolz, wenn ich sehe:
-         Was Du für ein durchsetzungsfähiges und energiegeladenes Kerlchen bist;
-         Wie gut Du Dich entwickelst;
-         Wie schlau Du schon bist, denn Du gehst in der Krippe auf die Toilette, aber zu Hause nicht, weil Du noch ein wenig das Baby der Familie bleiben möchtest;
-         Wie gut Du Dich schon konzentrieren und lange allein spielen kannst.

Darüber ärgere ich mich:
-         Wenn Du Deine Schreianfälle bekommst, wenn etwas nicht so läuft, wie Du es willst.

So würde ich Dich mit wenigen Worten beschreiben, wenn mich jemand fragt:
- Du bist der charmanteste und witzigste kleine Junge, den ich kenne, mit Deinem Charme wickelst Du alle um den Finger! Du liebst es zu schmusen, aber auch ein richtiger Rabauke zu sein, Du bist ein Energiebündel, noch mehr als ein Duracell-Häschen. Du hörst nie auf und bist doch gleichzeitig so unwiderstehlich.

Die Welt wäre soviel ärmer ohne Dich, weil:
- Dein ansteckendes Lachen so sehr fehlen würde.

Ich bin so stolz auf Dich.

Deine Mama                                                                            Datum: 04. Februar 2015





02.02.15

Februar

Im Februar werden die Tage schon wieder deutlich länger. Morgens auf dem Fahrrad ist es deutlich heller als noch vor ein paar Wochen. Der Frühling naht. Nichtdestotrotz wird es jetzt erst nochmal richtig kalt.
Wir geniessen die Zeit, in der zu Hause viel gespielt, gefaulenzt, gekuschelt wird. Dicke Strümpfe im Bett anhaben. Sich fröstelnd ins kühle Bett legen und schnelle Bewegungen ausführen, damit es erträglicher wird unter der Decke. Am Wochenende solange im Bett liegenbleiben, bis es wirklich hell wird.
 Schon bald werden wir wieder mehr draussen als drinnen sein. Dann sollten wir die Zeit drinnen jetzt richtig geniessen.

Hier an der See

Stürmisch die Winde
stürmisch die See
tobt hier das Leben
hier an der See
Herrlich die Winde
herrlich die See
hier lässt sich´s leben
hier an der See
Schön sind die Boote
schön ist die See
genießt man das Leben
hier an der See
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)

Pascal Mercier "Nachtzug nach Lissabon"

Es gibt wohl kaum ein Buch, das mich so sehr berührt wie dieses. Ich habe es noch nicht einmal zu Ende gelesen. Ich geniesse es und lese es bewusst langsam. Es gehört auch sicherlich nicht zu den Büchern, die man einfach verschlingt und so "runterliest". Im Grossen und Ganzen geht es um den Sinn des Lebens. Und das geht ziemlich an die Nieren.
 Buch
Mitten im Unterricht steht der Lateinlehrer Raimund Gregorius auf und verläßt seine Klasse. Aufgeschreckt vom plötzlichen Gefühl der verrinnenden Zeit, läßt er sein wohlgeordnetes Leben hinter sich und setzt sich in den Nachtzug nach Lissabon. Im Gepäck hat er ein Buch von dem Portugiesen Amadeu de Prado, dessen Ausführungen über das Leben, über Liebe, Einsamkeit, Endlichkeit, Freundschaft und Tod ihn nicht mehr loslassen. Er macht sich auf die Suche nach den Spuren dieses faszinierenden Menschen. Langsam meint Gregorius zu ahnen, wer der Schriftsteller war. Doch was hat das für Konsequenzen für sein eigenes Leben? Kann man denn einfach so ausbrechen und alles Gewohnte hinter sich lassen? Dieser Roman ist ein vielstimmiges Epos von einer Reise nicht nur durch Europa, sondern auch durch unser Denken und Fühlen.



Mich haben viele Themen angesprochen, aber vor allem eines. Diese Erkenntnis, die einen trifft, wie ein Blitz, dass man gewisse Dinge in seinem Leben nicht mehr tun wird. Ich will nicht sagen, dass ein junger Mensch dem Buch nichts abgewinnen kann, ganz im Gegenteil! Aber wenn man der Lebensmitte nahe ist, wie ja auch die Protagonisten, kann man gewissen Ängste und Gefühle wohl sehr direkt nachvollziehen. "Und so könne man die Angst vor dem Tod beschreiben als die Angst, nicht der werden zu können, auf den hin man sich angelegt hat." (Seite 243)
"Der wirkliche Regisseur unseres Lebens ist der Zufall", lautet eine der Zeilen, die dieser Amadeu de Prado in seinem Buch geschrieben hat. 

Oder: Mundus ist angekommen in Lissabon. Nach Stunden bleiernen Schlafs liest er wieder in Prados Buch - die Stelle, wo dieser den Moment der bestandenen Abschlussprüfung beschreibt, "jene Minuten auf dem Schulhof, in denen die Vergangenheit von uns abgefallen war, ohne dass die Zukunft schon begonnen hätte." Den Punkt Null sozusagen, an dem (nochmals) alles möglich scheint, an dem auch Prado eine ganz andere Richtung hätte einschlagen können als diejenige, "die aus mir den gemacht hat, der ich nun bin".

Hier noch einige Zitate, die ich unbedingt für mich festhalten möchte:

"Ist es nicht in Wahrheit so, dass nicht die Menschen sich begegnen, sondern die Schatten, die ihre Vorstellungen werfen?" 

"Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?"
 

IUVENTUDE IMORTAL. UNSTERBLICHE JUGEND.
In der Jugend leben wir, als seien wir unsterblich. Das Wissen von der Sterblichkeit umspielt uns wie ein sprödes Band aus Papier, das kaum unsere Haut berührt. Wann im Leben ändert sich das? Wann beginnt das Band, uns enger zu umschlingen, bis es uns am Ende würgt? Woran erkennt man seinen sanften, doch unnachgiebigen Druck, der uns wissen läßt, daß er nie mehr nachlassen wird? Woran erkennt man ihn bei den anderen? Und woran bei sich selbst? (S. 271)

Ich erzittere beim bloßen Gedanken an die ungeplante und unbekannte, doch unausweichliche und unaufhaltsame Wucht, mit der Eltern in ihren Kindern Spuren hinterlassen, die sich, wie Brandspuren, nie mehr werden tilgen lassen. Die Umrisse des elterlichen Wollens und Fürchtens schreiben sich mit glühendem Griffel in die Seelen der Kleinen, die voller Ohnmacht sind und voller Unwissen darüber, was mit ihnen geschieht. Wir brauchen ein Leben lang, um den eingebrannten Text zu finden und zu entziffern, und wir können nie sicher sein, daß wir ihn verstanden haben. (S. 318 f.)

Lieblingstweets Woche 05/2015