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22.03.15

Wochenende 21./22. März 2015 in Bildern

Wir machen wieder mit beim Wochenende in Bildern. Weitere Wib's findet Ihr bei Susanne. Bei uns ist das Wochenende wieder klassisch. Zum Freitagabend essen wir Meeresfrüchte-Blätterteigtaschen und für uns Eltern gibt es Cidre. Ich liebe Cidre, hatte ich das schon erwähnt?
 Am Samstag dürfen wir bis 7 Uhr schlafen. Der Tag ist sportlich. Während ich die Wohnung auf Vordermann bringe, geht der Mann einkaufen und kocht dann auch gleich diese leckere Reis-Gemüse-Pfanne.
Nach dem Mittagessen geht der kleine Mann ins Bett, die grosse Maus und ich machen uns auf den Weg in die Bibliothek. Das Wetter ist nicht toll. Man sieht die grosse Maus, die im Laufen liest.

Nach der Bibliothek fahren wir zum Schwimmen, im Anschluss bringe ich die grosse Maus zum Rollerbladen. Ich habe eine halbe Stunde Zeit und brauche Hosen. Ich stelle einen neuen Rekord auf. 15:07 Uhr Abfahrt von der Sporthalle, Ankunft im Einkaufszentrum 15:11 Uhr. Zwei Hosen gekauft in 20 Minuten inklusive Auswahl, Anprobe, zur Kasse gehen, bezahlen. Als Mutter ist man effizient, nicht wahr? Ich glaube trotzdem, dass das ein neuer persönlicher Rekord ist.

 Ich fahre nach Hause, lade den Mann und den kleinen Spatz ein, wir holen die grosse Maus ab und fahren zum Gartenmarkt. Es sollen auf dem Balkon wieder Kräuter wachsen: Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Koriander.


Zu Hause angekommen,wird erst mal mit Oma & Opa geskypt. Anton wird an-und ausgezogen.

Die Männer schauen ein Rugbyspiel im Fernsehen und essen Popcorn. Anscheinend verlieren die Franzosen gegen die Engländer. Oma  ist erschrocken über das Schreien und Grölen, das bis ins Zimmer der grossen Maus über Skype ertönt.


 Das ist das Lieblingsstück des kleinen Mannes: das tolle Feuerwehrauto, das er zu Weihnachten bekommen hat.
 Zum Abendessen gibt es Salat und vor allem die ersten Tomaten der Saison: sehr, sehr lecker.
 Das Osterpaket von Oma und Opa ist auch angekommen und ich hole schon mal Dekokram, Malheft und Fensterbilder raus. Dabei fällt mir ein, dass wir ja dann mal anfangen müssten mit der Osterdeko....

 Der erste Akt des Sonntagmorgens: Fensterbilder aufkleben. Ich glaube es kaum, aber ich bin erst 7:30 Uhr geweckt worden. Was für ein Leben!
 Natürlich gibt es wieder Stress, wer denn nun welche Fensterbilder nehmen darf und wer welche Aufkleber...der klassische Geschwisterstress eben. Ansonsten habe ich noch nichts aus dem Osterpaket rausgeholt, sonst ist in zwei Wochen nichts mehr übrig! Das Wetter sieht schön aus. Ich packe nach dem Frühstück unsere Wintersachen und Stiefel weg. Als wir dann rausgehen, um ein paar Zweige aus dem kleinen Waldstück am Rande der Siedlung zu holen, bereue ich es fast: der Wind ist sehr kalt.



 Zum Mittagessen gibt es wieder einen Mangoldauflauf mit Dinkel, der war so schnell weg, dass ich nicht mal ein Foto gemacht habe. Am Nachmittag waren wir gemütlich mit Freunden und deren Kindern (4 Erwachsene mit 5 Kindern insgesamt) im Park. Insgesamt waren wir 3 Stunden draussen, das hat uns und den Kindern sehr gut getan.


Jetzt sind die Kinder im Bett und gleich lege ich die Füsse hoch. Ich wünsche Euch eine angenehme Woche, Eure Katinka

15.03.15

Wochenende 14./15. März 2015 in Bildern

Nun ist es schon wieder vorbei, mein verlängertes Wochenende. Freitag Nachmittag habe ich frei genommen zwecks Mithilfe beim Schulfasching.
Hier einige Bilder. Es scheint die Sonne, aber es ist kalt.




Spiderman und Power Ranger im Gespräch: wie süss die zwei. Wir bleiben leider nicht bis zum Verbrennen des "Monsieur Carnaval" und springen halb 6 wieder ins Auto.


Gemeinsames Werk meiner zwei Künstler. Und ein Buch, das ich gerade lese. Dazu gibt es einen Bericht, wenn ich fertig bin. Es ist toll, wenn Kinder nach ihren Interessen lernen können, vorausgesetzt die Eltern sind aufmerksam und können ihre Kinder unterstützen. Aber auch wenn man Kinder hat, die in die Schule gehen, ist dieses Buch sehr interessant.


Samstag Morgen geht es 6:30 Uhr los. Unter der Woche müssen wir den kleinen Spatz wecken und am Wochenende wird er sogar vor der Weckzeit unter der Woche wach. Muss wohl irgendwie ein Gesetz sein. Wir schaffen es Samstag Vormittag beim Möbelschweden! Jetzt ist endlich wieder etwas Ordnung im Zimmer des kleinen Spatzen. Und die grosse Maus hat ihre zwei neuen Brillen abgeholt.
 Zum Mittagessen und auch zum Abendessen (es ist einfach zu viel für eine Mahlzeit) gibt es diese Ziegenkäse-Tarte mit grünem Salat für die Erwachsenen. Ich kenne leider keine Kinder im Alter der unsrigen, die grüne Salatblätter essen. Kennt Ihr welche?
 Der Nachmittag verläuft klassisch: Schwimmen & Rollerbladen der grossen Maus, dann noch schnell zwei Paar Schuhe gekauft. Die grosse Maus hatte nur noch Turnschuhe in ihrer Grösse. Dann mit den Grosseltern in Deutschland geskypt und der Samstag war rum.
Am Sonntagvormittag dürfen wir fast bis 7 Uhr schlafen, was für ein Luxus. Die Sonne scheint, ab in den Park Bourran in Mérignac, das ist 10 Minuten Autofahrt von uns weg. Die Enten kommen, weil sie denken, wir haben ihnen was mitgebracht. Dem ist nicht so. Wir beeilen uns, bevor uns eine von denen zwackt.


Das Warten auf das Mittagessen wird mit Ausschneiden und Bücher anschauen verbracht. Es gibt wieder einmal leckeren Mangold-Auflauf, fast vergesse ich zu fotografieren....es ist aber noch was da.
 Wir entscheiden uns für einen Mittagsschlaf. Eigentlich sollte es zum Carnaval nach Arcachon mit Tafjora gehen, aber wir sind zu müde für grössere Ausflüge. Der kleine Spatz schläft sogar 2 1/2 Stunden. Ich mache auch ein Nickerchen, aber dann wartet ein Wäscheberg auf mich und ruft "Bügel mich!"
 Am Nachmittag ist die Sonne weg, wir treffen uns mit einer Freundin und deren zwei Kindern zum rollerbladen und spielen im Park.
Da ist auch eine  ausrangierte Lokomotive, wo die Kids gern draufklettern.
 So, das war unser Wochenende, jetzt leg ich die Füsse hoch und wünsche Euch eine schöne Woche. Für noch mehr Wochenenden in Bildern geht es hier entlang. Bisous, Eure Katinka.


08.03.15

Wochenende 7./8. März in Bildern

Ich mache wieder mit bei Susannes "Wochenenden in Bildern". Weitere findet Ihr, wenn Ihr auf den Link klickt.
Also erzähle ich wieder einmal, wie unser Wochenende war: wie immer viele Sachen und niemand ist krank. Der kleine Mann hat nur mal wieder kurz ins Auto gek....aber gut.
Mein Wochenende startet am Freitag Abend: war mit Freundinnen im Restaurant "Belle Campagne", wo es nur lokales saisonales Essen gibt, das heisst alle Zutaten legen nicht mehr als 250 km zurückt. Wir haben einen tollen Abend und ich bin erst gegen 1 Uhr morgens im Bett. In der Hoffnung, dass ich am Samstag etwas länger schlafen darf.
Samstag dürfen wir bis 7 Uhr schlafen. Hier einer der seltenen Momente, in denen die Kinder friedlich miteinander spielen. Ansonsten haben wir neben dem üblichen Programm noch vor, der grossen Maus ein neues Fahrrad zu beschaffen, da ihres wirklich ein ziemliches Schrotteil ist, mit dem man eigentlich gar nicht mehr fahren kann.
 Das mit dem Fahrrad haben wir geschafft, wie man später auf den Bildern vom Sonntag sieht. Nach dem Mittagessen geht es zum Schwimmen.
 Danach gehen wir zum Kindergeburtstag. Eine Freundin aus der deutschen Krabbelgruppe wird 6 Jahre alt.
 Dieses Teil finde ich ganz toll, man kann die Augen verändern, den Mund, mit oder ohne Schnurrbart...und es kommen die herrlichsten Gesichter zu stande. Ich habe also was zum Spielen gefunden. Aber nicht nur ich. Ein toller Nachmittag in der Ludothèque von Eysines (das heisst wohl "Spielothek" auf deutsch, trifft aber wohl eher "Kinderhaus" - da gibt es viele Spiele, vor allem Gesellschaftsspiele, Sachen zum Verkleiden etc. und man kann sie für eine Geburtstagsfeier mieten). Die Kinder verkleiden sich, ausser unser kleiner Spatz, der hat keine Lust.


Sonntagmorgen hat Gold im Mund: wir sind 6:30 Uhr wach. Nun gut, können wir einen Haufen Sachen erledigen: waschen, bügeln....da wir keine Windeln und kein Spülmittel mehr haben und ausserdem kein Benzin mehr im Auto ist, mache ich einen Abstecher zum Intermarché. Obwohl man uns sonntags eigentlich nie in Geschäften sieht, weil ich da im Prinzip dagegen bin. Aber dieses Mal habe ich keine Wahl. Und tanken kann man in Frankreich eh rund um die Uhr.
 Das Wetter sieht gut aus. Unser Vorhaben, nach dem Mittagessen zu einer Radtour nach Bombannes aufzubrechen, wird in die Tat umgesetzt. Bombannes liegt am Lac de Carcans und es ist dort einfach wundervoll. Wir fahren mit einem Freund und zwei seiner drei Kinder.




 Gegen 19 Uhr sind wir wieder zu Hause. Badewanne, Abendessen, husch ins Bett. Es ist schön gewesen. Vor allem das Wetter wird jetzt endlich besser. Und wie erging es Euch? Wünsche Euch eine tolle Woche, Eure Katinka



04.03.15

März = Frühlingsanfang!

Bald wieder draussen sitzen! Yeah!
Im Jahr 1981 wurden am 25. März in Bordeaux 27,7 °C Maximaltemperatur gemessen. Ganz so warm muss es ja nicht gleich werden, kann auch erst mal ein bisschen Frühling sein.
Das Gute ist: der Winter liegt in seinen Endzügen. Es gibt Personen, die meinen gehört zu haben, dass es bald um die 20 Grad werden würden. Ich bin dafür und werde als ersten Schritt meine Winterjacken waschen und und meine Stiefel wegpacken.

Lieblingstweets Woche 10/2015

03.03.15

Frankreich im Hintertreffen: wann wird endlich die körperliche Züchtigung von Kindern verboten?

Der Europarat muss am Mittwoch, 11. März auf ein vollständiges Verbot körperlicher Züchtigungen von Kindern in Frankreich in Übereinstimmung mit der Europäischen Sozialcharta entscheiden.
François-Michel Lambert, Stellvertreter der EELV, hoffe sehr, dass der Europarat Frankreich verurteilt,  seine Rechtsvorschriften endgültig und effektiv zu ändern und jegliche Züchtigung von Kindern zu untersagen.
Bei dieser Gelegenheit, und 25 Jahre nach der Unterzeichnung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes, sei Frankreich das "Armenhaus Europas" bezüglich der "pädagogischen" Gewalt gegenüber Kindern.
In Frankreich stießen 2009 Pläne einer Abgeordneten der konservativen Regierungspartei UMP auf erheblichen Widerstand, Eltern das Schlagen von Kindern zu verbieten. Selbst die frühere First Lady und Mutter zweier Töchter, Bernadette Chirac, findet den Vorschlag "lächerlich". In der Schule ist aber die köperliche Züchtigung seit 1991 ausdrücklich per Verordnung des Bildungsministeriums untersagt.
Ich bin begeistert, dass diese Disskussion hier aufkommt. Auf meiner Arbeitsstelle gibt es leider noch viele Menschen, die das Ganze herunterspielen. Eine Ohrfeige hätte  doch niemandem geschadet, vom Hintern versohlen sei noch niemand gestorben und so weiter und so fort. Da stellen sich mir die Haare zu Berge. Ich verschicke Links zu Artikeln im Internet, um besagte Personen wachzurütteln, merke aber, dass ich mal wieder an Grenzen stosse, die wehtun. Wenn das Gegenüber nicht genügend Offenheit besitzt, sich ernsthaft in Frage zu stellen und mit dem Thema auseinanderzusetzen, komme ich mir irgendwie so machtlos vor. "Ich prügele mein Kind doch nicht" wird dann heruntergespielt, "aber irgendwie muss ich ihm doch zeigen, dass er das nicht darf und dass das gefährlich für ihn ist". Schon, aber es geht doch anders! Personen, die nicht offen sind, denen kann man wahrscheinlich die Augen auch nicht öffnen. Aber ich gebe nicht auf. Ich diskutiere immer weiter. So bin ich halt.
Dazu noch ein Artikel aus dem Spiegel: Europarat-Rüge wegen Prügelstrafe.

02.03.15

Die Hoffnung stirbt zuletzt





Meine Hebamme heisst Isabelle, für die Intimen "Isa" und sie ist eine Legende hier in der Gironde, ein Departement von Aquitanien. Sie ist die einzige Hebamme, die Hausgeburten betreut. Sie schafft ca. 120 Hausgeburten pro Jahr, d.h. ca. 10 im Monat. Alles war Zufall, ich wollte nur nicht wieder so ein traumatisches Geburtserlebnis wie bei meiner grossen Maus erleben und vor allem besser vorbereitet sein. Bei meinem Yoga-Kurs war noch eine andere Schwangere, Stéphanie. Wir verbrachten einen gemeinsamen Nachmittag als Modelle für Schwangeren-Massagen und haben viel über das Thema Geburt gesprochen. Sie erzählte mir, dass sie anstrebte, zu Hause zu entbinden. Das war zunächst nicht unbedingt mein Wunsch, aber ich wollte gut vorbereitet sein auf diese zweite Geburt. Sie gab mir die Telefonnummer ihrer Hebamme. Ich rief an, sie hatte noch, was für ein unsagbares Glück, Platz, um mich auf meine Geburt vorzubereiten, sagte mir aber gleich, dass der Mann auch mit bei der Vorbereitung dabei sein muss, da seine Hilfe bei der Geburt gebraucht würde....Ein erstes Treffen wurde vereinbart. Ich musste meinen Mann dazu überreden, mitzukommen, da er noch nicht begriffen hatte, welche Wichtigkeit das Ganze für mich hatte. "Sie kam, sah und siegte". Nach 1 1/2 Stunden Gespräch war mein Mann Feuer und Flamme: "Wenn Du zu Hause entbinden willst, kein Problem, ich bin dabei!" Ich dagegen musste mich Stück für Stück an den Gedanken gewöhnen. Heute kann ich rückblickend sagen, dass diese Frau mir beigebracht hat, zu gebären, in meine eigene Kraft zu vertrauen, auf mich selbst zu hören. "Auf eine Geburt muss man sich vorbereiten, wie auf einen Marathon". Genau das habe ich getan: Yoga-Übungen jeden Abend, um meine physische und auch psychische Form auf Höchstleistung zu bringen. Dammassagen durch den Mann, Beckenkreisen auf meinem Ballon. Himbeerblättertee im letzten Monat. Ich war so gut vorbereitet, dass ich nach der Geburt zu meiner Hebamme sagte: "Wenn ich gewusst hätte, dass es so einfach ist". Und auch heute noch sage ich: die Geburt macht mir keine Angst mehr, sie ist ein gewaltiges, natürliches Ereignis, einfach einmalig. Ich kann meiner Hebamme nicht genug danken, dass ich das erleben durfte.
Das kleine Würmchen lag auf mir im Warmen ohne grelles Licht, die Nabelschnur wurde nach einer Viertelstunde durchgetrennt, er wurde weder gemessen noch gewogen....
und schlief in unserem Bett zwischen unseren Kopfkissen ein, während ich ihn stundenlang unablässig bewunderte (die Hormone!).
Unnötig zu erwähnen, dass auch das Stillen (fast) ein Kinderspiel war, naja den etwas holperigen Anfang einmal ausgenommen.
Der Kreis hat sich geschlossen, ich bin in Frieden mit mir selbst und habe die Geburt meiner Tochter durch die Geburt meines Sohnes verarbeitet. Wenn es nur ums Gebären ginge, würde ich noch mehrere Kinder auf die Welt bringen. Aber dabei bleibt es ja nicht, hihi.
Alles in allem bin ich sehr traurig über die allgemeine Entwicklung unserer Gesellschaft, obwohl ich doch dachte, dass es immer mehr Personen gibt, die sich für mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft einsetzen, weg von der Konsumgesellschaft etc. Nun gut, das Thema Geburten ist für mich persönlich abgehakt, aber wenn ich an meine Tochter denke, die vielleicht eines Tages ein Kind auf die Welt bringen möchte, wird mir speiübel. Aber wie sagt man so schön: "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Wacht auf, Ihr Leute da draussen! Es betrifft nicht nur die 5 % der Familien, die zu Hause entbinden! Es betrifft alle. Die Hilfe einer Hebamme ist unentbehrlich.
Wer französisch spricht, kann hier auf diesen Link klicken und dann die PDF-Datei lesen. Dabei geht es um meine Hebamme und ein Treffen mit den Eltern, das übrigens immer noch einmal im Jahr stattfindet. Da können wir in glücklichen Erinnerungen schwelgen.
Wer gern noch mehr persönliche Erfahrungen zum Thema Hebamme lesen möchte, hier entlang.